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Blasorchester Musikverein Cannstatter Bläserkreis e.V. Stuttgart - Bad Cannstatt – 1995 Kirchenkonzert

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Letzte Änderung:
Mittwoch, 13. September 2017um 22:33

Kirchenkonzert 1995

Cannstatter Bläserkreis: Kirchenkonzert

Bad Cannstatt - In regelmäßigen Abständen veranstaltet der Cannstatter Bläserkreis auch Kirchenkonzerte, bei denen geistliche Musik oder solche, die einen angemessenen "ernsten" Charakter besitzt, zum Vortrag kommt. Vorwiegend handelt es sich um symphonische Blasmusik, um Bearbeitungen oder solche Werke, die orginal für Blasorchester oder die sogenannte Harmonimusik komponiert sind. Wenn ein Musikverein sich an eine solche anspruchsvolle Musik heranwagen kann, dann muß er schon ein hohes Niveau besitzen. Dieses aber ist beim CBK vorgegeben. Er hat einen großen Stamm von Musikern, vorwiegend auch junge Instrumentalisten, die bereit sind, über die Proben hinaus etwas zu tun und sich fortzubilden. Hinzu kommt die intensive Arbeit, die der Dirigent Ralf Göltenbodt den einzelnen Gruppen und Registern, sowie dem Tutti angedeihen läßt. Kurz vor dem Konzert ließ er noch getrennt einstimmen, damit es nachher zu keiner Intonationstrübung kommt. Außerdem kennt sich Göltenbodt in der Musikgeschichte und der einschlägigen Literatur sehr gut aus, so daß die stilistischen Gegebenheiten richtig eingeschätzt und in die Praxis umgesetzt werden. Bei den ausgewählten Werken kamen auch jene Instrumente zur Wirkung, die sonst unter dem Gesamtklang verschwinden, zum Beispiel Flöten und Oboen.
Der berühmte Kanon von Johann Pachelbel erfuhr in der Adaption für Blasorchester eine ausgewogene, dynamisch sich steigernde Interpretation. Vom Generalbaßzeitalter ging es dann direkt in romantische Gefilde, mit dem Concertino für Klarinette und Orchester in c-Moll von Carl Maria von Weber, dessen Solopart Reinhard Rieger mit sicherem und flexiblem Ton geblasen hat. Von den ersten Flötenkantilenen bis zum vollen Tutti breitete sich die "Morgenstimmung" aus (erster Satz der Peer-Gynt-Suite Nr.1 von Edvard Grieg), Trauer und Klage lagen über dem Tod Ases, während Anitras Tanz auf eine andere Stilebene überwechselte (zweiter und dritter Satz der Suite), "Konzertanter Prolog" nennt sich die Orginalkomposition für Blasorchester von Siegmund Goldhammer, welche sich im Tempo vorwiegend im Bereich des Allegretto und Andantino bewegt. Ganz in den Bereich der geistlichen Musik führte dann das Vorspiel und der Choral von Alfred Bösendorfer, ein satztechnisch gut gelungenes Werk, dem der CBK eine konturierte Wiedergabe angedeihen ließ. Leicht vom Jazz beeinflußt zeigte sich die mit orginellen Modulationen versehene Komposition "Friends for Life", die man in ihrem gemessenen Ausdruck ebenfalls dem religiösen Bereich zuordnen darf.
Das Medley "Europäische Weihnacht" ist keine normale Folge von Weihnachtsliedern, sondern eine Suite von Gesängen aus sechs Nationen, die durch einen Luther-Choral zusammengehalten wird. Die Zuhörer in der vollbesetzten Liebfrauenkirche erlebten nicht nur eine Einstimmung in die kommende Weihnachtszeit, sondern auch einen hohen musikalischen Genuß.

Otto Bantel

1995 Kirchenkonzert

Kirchenkonzert 1995

Cannstatter Bläserkreis: Kirchenkonzert

Bad Cannstatt - In regelmäßigen Abständen veranstaltet der Cannstatter Bläserkreis auch Kirchenkonzerte, bei denen geistliche Musik oder solche, die einen angemessenen "ernsten" Charakter besitzt, zum Vortrag kommt. Vorwiegend handelt es sich um symphonische Blasmusik, um Bearbeitungen oder solche Werke, die orginal für Blasorchester oder die sogenannte Harmonimusik komponiert sind. Wenn ein Musikverein sich an eine solche anspruchsvolle Musik heranwagen kann, dann muß er schon ein hohes Niveau besitzen. Dieses aber ist beim CBK vorgegeben. Er hat einen großen Stamm von Musikern, vorwiegend auch junge Instrumentalisten, die bereit sind, über die Proben hinaus etwas zu tun und sich fortzubilden. Hinzu kommt die intensive Arbeit, die der Dirigent Ralf Göltenbodt den einzelnen Gruppen und Registern, sowie dem Tutti angedeihen läßt. Kurz vor dem Konzert ließ er noch getrennt einstimmen, damit es nachher zu keiner Intonationstrübung kommt. Außerdem kennt sich Göltenbodt in der Musikgeschichte und der einschlägigen Literatur sehr gut aus, so daß die stilistischen Gegebenheiten richtig eingeschätzt und in die Praxis umgesetzt werden. Bei den ausgewählten Werken kamen auch jene Instrumente zur Wirkung, die sonst unter dem Gesamtklang verschwinden, zum Beispiel Flöten und Oboen.
Der berühmte Kanon von Johann Pachelbel erfuhr in der Adaption für Blasorchester eine ausgewogene, dynamisch sich steigernde Interpretation. Vom Generalbaßzeitalter ging es dann direkt in romantische Gefilde, mit dem Concertino für Klarinette und Orchester in c-Moll von Carl Maria von Weber, dessen Solopart Reinhard Rieger mit sicherem und flexiblem Ton geblasen hat. Von den ersten Flötenkantilenen bis zum vollen Tutti breitete sich die "Morgenstimmung" aus (erster Satz der Peer-Gynt-Suite Nr.1 von Edvard Grieg), Trauer und Klage lagen über dem Tod Ases, während Anitras Tanz auf eine andere Stilebene überwechselte (zweiter und dritter Satz der Suite), "Konzertanter Prolog" nennt sich die Orginalkomposition für Blasorchester von Siegmund Goldhammer, welche sich im Tempo vorwiegend im Bereich des Allegretto und Andantino bewegt. Ganz in den Bereich der geistlichen Musik führte dann das Vorspiel und der Choral von Alfred Bösendorfer, ein satztechnisch gut gelungenes Werk, dem der CBK eine konturierte Wiedergabe angedeihen ließ. Leicht vom Jazz beeinflußt zeigte sich die mit orginellen Modulationen versehene Komposition "Friends for Life", die man in ihrem gemessenen Ausdruck ebenfalls dem religiösen Bereich zuordnen darf.
Das Medley "Europäische Weihnacht" ist keine normale Folge von Weihnachtsliedern, sondern eine Suite von Gesängen aus sechs Nationen, die durch einen Luther-Choral zusammengehalten wird. Die Zuhörer in der vollbesetzten Liebfrauenkirche erlebten nicht nur eine Einstimmung in die kommende Weihnachtszeit, sondern auch einen hohen musikalischen Genuß.

Otto Bantel
Kirchenkonzert 1995

Cannstatter Bläserkreis: Kirchenkonzert

Bad Cannstatt - In regelmäßigen Abständen veranstaltet der Cannstatter Bläserkreis auch Kirchenkonzerte, bei denen geistliche Musik oder solche, die einen angemessenen "ernsten" Charakter besitzt, zum Vortrag kommt. Vorwiegend handelt es sich um symphonische Blasmusik, um Bearbeitungen oder solche Werke, die orginal für Blasorchester oder die sogenannte Harmonimusik komponiert sind. Wenn ein Musikverein sich an eine solche anspruchsvolle Musik heranwagen kann, dann muß er schon ein hohes Niveau besitzen. Dieses aber ist beim CBK vorgegeben. Er hat einen großen Stamm von Musikern, vorwiegend auch junge Instrumentalisten, die bereit sind, über die Proben hinaus etwas zu tun und sich fortzubilden. Hinzu kommt die intensive Arbeit, die der Dirigent Ralf Göltenbodt den einzelnen Gruppen und Registern, sowie dem Tutti angedeihen läßt. Kurz vor dem Konzert ließ er noch getrennt einstimmen, damit es nachher zu keiner Intonationstrübung kommt. Außerdem kennt sich Göltenbodt in der Musikgeschichte und der einschlägigen Literatur sehr gut aus, so daß die stilistischen Gegebenheiten richtig eingeschätzt und in die Praxis umgesetzt werden. Bei den ausgewählten Werken kamen auch jene Instrumente zur Wirkung, die sonst unter dem Gesamtklang verschwinden, zum Beispiel Flöten und Oboen.
Der berühmte Kanon von Johann Pachelbel erfuhr in der Adaption für Blasorchester eine ausgewogene, dynamisch sich steigernde Interpretation. Vom Generalbaßzeitalter ging es dann direkt in romantische Gefilde, mit dem Concertino für Klarinette und Orchester in c-Moll von Carl Maria von Weber, dessen Solopart Reinhard Rieger mit sicherem und flexiblem Ton geblasen hat. Von den ersten Flötenkantilenen bis zum vollen Tutti breitete sich die "Morgenstimmung" aus (erster Satz der Peer-Gynt-Suite Nr.1 von Edvard Grieg), Trauer und Klage lagen über dem Tod Ases, während Anitras Tanz auf eine andere Stilebene überwechselte (zweiter und dritter Satz der Suite), "Konzertanter Prolog" nennt sich die Orginalkomposition für Blasorchester von Siegmund Goldhammer, welche sich im Tempo vorwiegend im Bereich des Allegretto und Andantino bewegt. Ganz in den Bereich der geistlichen Musik führte dann das Vorspiel und der Choral von Alfred Bösendorfer, ein satztechnisch gut gelungenes Werk, dem der CBK eine konturierte Wiedergabe angedeihen ließ. Leicht vom Jazz beeinflußt zeigte sich die mit orginellen Modulationen versehene Komposition "Friends for Life", die man in ihrem gemessenen Ausdruck ebenfalls dem religiösen Bereich zuordnen darf.
Das Medley "Europäische Weihnacht" ist keine normale Folge von Weihnachtsliedern, sondern eine Suite von Gesängen aus sechs Nationen, die durch einen Luther-Choral zusammengehalten wird. Die Zuhörer in der vollbesetzten Liebfrauenkirche erlebten nicht nur eine Einstimmung in die kommende Weihnachtszeit, sondern auch einen hohen musikalischen Genuß.

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