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Blasorchester Musikverein Cannstatter Bläserkreis e.V. Stuttgart - Bad Cannstatt – 2002 Muttertagskonzert

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Mittwoch, 22. November 2017um 09:29

2002 Muttertagskonzert

Bericht der Cannstatter Zeitung vom 30.05.2002

Gekonntes Unterhaltungskonzert

Bad Cannstatt - Ein Unterhaltungskonzert auf hohem Niveau boten die Holz- und Blechbläser des Cannstatter Bläserkreises (CBK) im ausverkauften Luther-Gemeindehaus. Dirigent Ralf Göltenbodt platzierte passend zum 120. Geburtstag von Emmerich Kálmán die beliebtesten Operettenmelodien aus "Gräfin Mariza" oder der "Csardásfürstin". Es ist beachtlich und bemerkenswert, wenn sich ein Bläserorchester an die Interpretation solcher Literatur herantraut. Die Voraussetzungen sind beim CBK bestens gegeben. Gut intonierende Klarinetten oder fein abgestufte Trompeten und Posauneneinsätze unterstreichen dies.
Zum ungarischen Operettenkönig paarte Göltenbodt Franz Lehar. Mit dem Konzertwalzer "Gold und Silber" erklang ein Genre, das leider in den Konzertsälen fast verdrängt ist. Mit feinsinniger Artikulation und für Bläser nicht ganz einfachen Piano-Passagen interpretierten die Instrumentalisten diesen konzertanten Walzer. Gut abgestimmt war das gesamte Programm, das in Andrew Lloyd Webbers "Phantom der Oper" einen weiteren Höhepunkt erfuhr. Das verkürzte suitenhafte Notenmaterial (Warren Barker) bestach durch Kurzweiligkeit und in der programmatischen Ausgestaltung. die einzelnen Bläserpartien von den Flöten-Soli bis zum Hauptthema in den Tuben waren stilisiert und pointiert dargeboten. Der Dirigent führte geschickt an die Kontrapunkte heran und verstand es sehr wohl, die einzelnen Bläsertugenden herauszuarbeiten. Keineswegs zu kurz kam der Unterhaltungsaspekt: Mit dem Radio-Macher Hans-Jürgen Finger ("Radio 88" und Waiblinger Patientenrundfunk" hatten sich die CBK-Verantwortlichen einen Profi in das "Luther-Gemeindehaus-Studio" geholt. Mit Sachkunde, aber auch Witz und Charme, führte der Conférencier an die Unterhaltungsmusik heran. Da erfuhren selbst die amerikanischen Märsche, böhmischen Polkas oder die Latein-Tänze Cha-Cha-Cha und Tango einen aktuellen Akzent. Dass der Bläserkreis hier neue Wege in der nicht immer so ernst genommen Unterhaltungsmusik ging, war unverkennbar. Das Ergebnis überzeugte und vor allem die hohe Qualität belohnte Hörer, Aufführende und Dirigent Göltenbodt gleichermaßen. Übrigens: Keinen Aufnahme-Stopp gibt es im gut besetzten Orchester. Kontakte über den Dirigenten Ralf Göltenbodt 07 19 5/ 74 12 1 oder den Vorsitzenden, Gerhard Armbruster, 07 11 / 54 99 73 30.
   
Siegfried Silber
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